Es gibt keine Alternative.

Am 7. und 8. Juli kommen Trump, Putin, Erdogan, Merkel und Kollegen auf einen Plausch nach Hamburg, begleitet von großzügigen Absperrungen und soviel Polizei, wie in eine Stadt hinein passt. Gipfel kippen, aber wohin? Und was überhaupt, wenn es gelänge? Da geredet wird, ob wir es wollen oder nicht, laden wir unter einer anderen Prämisse ebenfalls zum Reden ein: There Is No Time, es gibt keine Zeit. Wir müssen reden, nämlich über die Gegenwart, wenn es eine Zukunft geben soll.

Weit weg vom Jahrmarkt der Hoffnungslosigkeit brechen wir die Themen des G20 neu an und fragen: was mag es sein, das sich die politischen Schausteller unter „Zukunftsfähigkeit verbessern“ oder „Verantwortung übernehmen“ vorstellen, unter „Frauen“ oder „Fluchtursachen bekämpfen“? Es reicht nicht, Frisuren und Persönlichkeitszüge etwaiger Staatsspitzen einer harten Kritik zu unterziehen. Hier allein gibt es zwar genug Defizite, um die Zeilen etlicher Glossen zu füllen, dennoch gleitet es sich am Schmierfett der kosmetischen Aufbereitung entspannt an nicht so unwesentlichen Fragen vorbei. Zum Beispiel: Warum Protektionismus und nationalstaatliche Souveranität rechts und links der Mitte wieder Herzflattern entfachen, während „weiter so“ ein dumpfes Echo im Nirgendwo ist? Wieso, wenn denn die Arbeit von der Technik verschluckt zu werden droht, die Nachricht nicht mit froherer Kunde überbracht wird: schließlich hiesse es mehr Zeit für Alle? Gibt es Griechenland noch? Die Eurozone? Wie lange dauert es noch, bis dieser irreversible Klimawandel endlich von kompetenten Fachkräften aufgehalten wird? Beginnt Depression erst beim Arztattest gesellschaftlich zu werden oder schon vorher? Was hat das wiederum mit dem G20 zu tun?

Wir sehen das Problem weder in den Gesichtern noch im Globalen, sondern Überall und in Allem, begonnen bei der Zeit, die immer nur dafür aufzubringen ist, nicht vom Dampfer zu fallen. Darum eine Sendung, die sich bemüht Kritik auf die Straße zu bringen ohne sie zu Häppchen zu stutzen – ja, das knirschende Räderwerk der zwanzig größten Industrienationen braucht mehr Aufmerksamkeit und Verständnis als es 48h Sendezeit erlauben, aber einfache Lösung zirkulieren zuhauf und mehr als genug.

Wir handeln mit Schwierigkeiten, begonnen bei der, ein stadtweites Netz aufzubauen, das zur Diffusion der Sendung über die Absperrungen hinaus taugt. In diversen Bars, Kiosken und Kultureinrichtungen wird There Is No Time für die Dauer der Gipfeltage laufen, mit eurer Hilfe gilt es aber noch tiefer in dieses unalltägliche Grundrauschen einzudringen und ein paar pointierte Beiträge zu pflanzen: von einer schwimmenden Plattform auf einem Hamburger Kanal gesendet, wünscht sich There Is No Time das Frühstücks-, Mittags- und Abendfernsehen der Hamburger Gipfelkultur zu werden. Lärmbelästigt eure Nächsten und stellt eure Beamer und Boxen ans Fenster, teilt die Anleitung mit euren Nachbarn, kommt auf unser Floß, das an beiden Tagen nicht nur Sendezentrale, sondern auch Erholungsort und Flüsterstube sein will. Das Archipel liegt an der grünen Brücke in Hammerbrook an und freut sich mit Verpflegung auf Besuch.


There Is No Alternative. On July 7 and 8 Trump, Putin, Erdogan, Merkel and their colleagues come together for a chat in Hamburg, accompanied by as much police as you can fit in one city, sealing off large parts of it. Toss out the summit, but where to? As if it were feasible. As there will be talking whether we like it or not we plan to invite for talks ourselves, yet under a wholly different premise: There Is No Time. We have to talk about the present if there is to be a future. While large-scale demonstrations will hopefully dominate the city we will create a stage for live discussions, a broadcasting headquarter and nodal point for discursive exchange. Far away from the fun fair of hopelessness we’ll subvert the topics of the G20 to ask what is actually meant by its participants when they utter phrases such as “building resilience”, “assuming responsibility” and “addressing displacement”. It’s not enough to be exasperated over some head of states’ haircut or rude personality. There is already an abundance of well-meant satirising of such things, yet it keeps missing it’s supposed target: Where does the newly aroused enthusiasm for protectionism and nationalism come from, as it’s establishment opponents sound equally hollow and nostalgic? Why does the prospect of automatisation cause more grievances than euphoria as one might infer that it will lead to more leisure time for everybody? Is there still such a thing as Greece? The euro-zone? How long until the irreversible warming of this planet is finally averted by competent experts? When does depression become a social phenomenon? And how does all of this relate to the G20?

Ab dem 07.07. gibt es bei uns ein Programm aus (Live-)Panels und einem Rahmenprogramm zu den Themen der G20, interpretiert nach dem, was wir an ihnen für dringlich erachten. Sollte der Trubel der Stadt gerade ein Bisschen zu viel sein, könnt ihr auch zu uns kommen, etwas essen und trinken und bei der Produktion zuschauen.

Programm

Freitag

Jugend gegen G20Freitag, 08:00 Uhr

Aufzeichnung aus dem Gängeviertel

Pressekonferenz des FC/MCFreitag, 09:30 Uhr

Tägliche Pressekonferenz aus dem alternativen Mediencentrum auf St. Pauli

https://fcmc.tv/

Panel: Wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit stärken Freitag, 11 Uhr

mit: Nadja Rakowitz (Geschäftsführerin Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte, Autorin und Redakteurin des express.)
Moderation: Lila (There is no time)

express-afp.info/ vdaeae.de

Ob im Bodybuildingstudio, im Hobbykeller, unter gleißender Sonne oder im Haushalt, nahezu überall dominieren ihre Maßstäbe: (Lohn-) Arbeit ist Selbstdisziplinierung, Konkurrenzdruck, Leistungswahn, … aber wieso? Ein Gespräch über die politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Dimensionen von Arbeit – und warum sie abgeschafft gehört.

Zweiter Teil Freitag, 12 Uhr

mit: Bini Adamczak (Freie Autorin und Künstlerin)

Die Autorin und Künstlerin Bini Adamczak diskutiert im Gespräch mit marx200.org „Das Kapital“ von Karl Marx, dessen Erstveröffentlichung mittlerweile 150 Jahre zählt. Im Fokus steht jedoch nicht der prägnante Haupttitel des Werks sondern der zuweil weniger bekannte Untertitel, der jedoch das Programm beschreibt, um das es dem späten Marx ging: „Kritik der politischen Ökonomie.“ Aber inwiefern ist Ökonomie „politisch“? Und was folgt daraus?

Panel: Internationale Finanzarchitektur stärkenFreitag, 12:30 Uhr

mit: Pavlos Roufos (Autor) und Dimitris Sotiropoulos (Doktor in Politischer Ökonomie und Hochschuldozent an der Open University Business School (UK))
Moderation: Efthymios Angeloudis (there is no time)

Wie kann ein Immobiliencrash in den USA Rückkopplungen bis ins südländische Europa bewirken? Kaum einer erinnert sich an die aufstrebenden Vorzeigekinder der EU: der Aufschwung in Irland, Griechenland und Spanien war kurz und endete schmerzvoll. Der ausgedehnte Krisenprozess verheißt für einen guten Teil der Bewohner dieser Länder nichts gutes: die Pleite bleibt und wird unter dem Banner der Austerität von den Schwächsten ausgesessen. Sind Krisen das Ergebnis einzelner “Verzockungen” oder haben sie systemische Gründe, die sie immer wieder auf den Plan rufen? Warum hat es ausgerechnet Griechenland so hart getroffen? Wieso kann eine linke Regierung nicht mehr bewirken, als dem enger geschnallten Gürtel ein humanes Gesicht zu verleihen? Pavlos Roufos (Brooklyn Rail) und Dimitris Sotiropoulos (Ex-Syriza) reden über die Ursachen der Krise und strategischen Fehlern.

Panel: Finanzmärkte weiterentwickeln Freitag, 14 Uhr

mit: Ernst Lohoff (Autor der krisis Gruppe) und Frank Engster (freier Autor)
Moderation: Hanna Kowalski (geheimagentur)

Alles was Sie schon immer über das Finanzwesen wissen wollten. Ab und zu platzt eine Blase und alles wackelt mit. Neben alternativloser Sparpolitik stehen astronomische Beträge, die zur Bankenrettung aufgewendet werden. Als sei es nur noch die Aufgabe einer letzten konzertierten Anstrengung, die beste aller Regulierungsmaßnahmen zu finden, wird Krisenverwaltung bei der G20 am runden Tisch besprochen.

Panel: Besteuerung international fair und verlässlich gestalten Freitag, 16 Uhr

mit: Paul Simon (Autor und Journalist, u.a für die konkret), Hans Joachim Lenger (Professor für Philosophie und Autor) und Felix Fiedler (freier Autor)
Moderation: Dennis (There is no time)

Trump ist Präsident geworden und allmählich hat sich das Staunen, wie das nur passieren konnte, ausgewundert. Ist America jetzt great again oder first oder beides? Internationale Handelsverträge abzublasen wünscht sich nicht nur die Rechte. Entspricht die Rückkehr zum Nationalen den Krisenschüben der Globalisierung, ist sie bloß Rhetorik oder reale Gefahr?

Panel: Zusammenarbeit bei Handel und Investitionen vertiefen Freitag, 17:45 Uhr

mit: Agata Pyzik (Autorin und Kulturkritikerin)
Moderation: Ben (There is no time)

Agata Pyzik hat seit Anbeginn der Finanzkrise 2008 bis zum Brexit Votum vergangen Jahres in England gelebt und gearbeitet. Über Um- und Irrwege gelangen wir vom gegenwärtigen Polen zur Geschichte des Anti Kommunismus, von Kapital- und Blödheitsflüssen zur europäischen Kohle- und Stahlindustrie, von der Klassenzusammensetzung in Silesia und Rhondda Valley zum britischen und polnischen Rassismus, vom Universalismus des Kino zum neuen sozialdemokratischen Aufschwung – und schließlich stets zurück zum Brexit. Oder manchmal auch zum Krautrock.

Panel: Klima schützen und nachhaltige Energieversorgung vorantreiben Freitag, 18:45 Uhr

mit: Tadzio Müller (Referent für Klimagerechtigkeit und Energiedemokratie der Rosa-Luxemburg-Stiftung) und System Change not Climate Change aus Wien
Moderation: Felix (There is no time)

systemchange-not-climatechange.at

Am Tisch der G20 wird neuerdings mit Klimagerechtigkeit gehandelt. Über besagte Rechtschaffenheit, eine Energiewende zwischen lokalen Strukturen und globalen Machtbeziehungen und die Rolle, die Aktivismus und Protestkultur bei all dem Wandeln spielen sollten, sprechen Tadzio Müller und Stellvertreter von System Change not Climate Change.

NEWS des FC/MCFreitag, 20:00 Uhr

Nachrichten aus dem alternativen Mediencentrum auf St. Pauli

https://fcmc.tv/

Panel: GesundheitFreitag, 21:15 Uhr

mit: Ariane Brenssell (Professorin für Kritische Psychologie) und Thorsten Krämer (Autor und Gestalttherapeut)
Moderation: Takeo (There is no time) und David (Schema F)

Die G20, ursprünglich ein Wirtschaftszusammenschluss, behandeln mittlerweile weitreichende politische Themengebiete wie Gleichstellung, Fluchtursachen und Gesundheit. Psychische Gesundheit steht nicht explizit auf der Tagesordnung und spielt dennoch hintergründig eine Rolle. Denn der G20-Gipfel steht wie kaum ein anderer Zusammenschluss für die Durchsetzung neoliberaler Verhältnisse, die sich in vielerlei Hinsicht direkt auf die Lebenswelt vieler Menschen und auf ihr psychisches Befinden auswirken.

Samstag

Panel: Korruption bekämpfenSamstag, 08 Uhr

mit: Jens Martens (Global Policy Forum), Jürgen Maier (Forum Umwelt und Entwicklung)
Interviewende: Jo und Björn.

Wir befragen Jens Martens und Jürgen Maier zu der Struktur des G20, den Einfluß den Beteiligungsgruppen wie B20 (Business20) und C20 (Civil20) auf die Entscheidungen der Regierungen haben, und ob bzw. inwiefern sich die Interessen der G20 mit denen der Wirtschaft decken.

Pressekonferenz des FC/MCSamstag, 09:30 Uhr

Tägliche Pressekonferenz aus dem alternativen Mediencentrum auf St. Pauli

https://fcmc.tv/

Panel: Beschäftigung stärken und verbessernSamstag, 10:45 Uhr

mit: Felix (Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft, Zeitschrift Kosmoprolet)
Moderation: Daniel (TINT Kolektiv)

kosmoprolet.org

Felix und Daniel sprechen über die Tendenz kapitalistisch organisierter Wirtschaft Arbeitslosigkeit (als existenzbedrohenden Zustand) hervorzubringen und was das gesellschaftlich und global für uns alle zu bedeuten hat und könnte.

Zweiter Teil Samstag, 12:15 Uhr

mit: BASTA! Erwerbsloseninitiative Berlin
Moderation: Nuriye (TINT Kolektiv)

basta.blogsport.eu

BASTA! wird gemacht von Erwerbslosen, Beschäftigten mit geringem Einkommen und Studierenden mit wenig Geld. An drei Tagen die Woche bieten sie eine solidarische und fünfsprachige Beratung zu ALGII an. Sie beraten über 1000 Menschen im Jahr in freundlicher Atmosphäre. BASTA! Bietet Begleitungen zum Jobcenter und zum Sozialgericht an. Sie setzen jährlich über 100.000€ an Rechtsansprüchen gegen das Jobcenter durch, verhindern Zwangsräumungen, kämpfen für höhere Löhne, dazu entwickeln sie ein eigenes Programm und Seminare zu aktuellen Themen.

Panel: Flucht und Migration adressierenSamstag, 13 Uhr

mit: Tareq Alaows (Anwalt und Aktivist Refugeestrike Bochum), Ariana Dongus (Autorin und Filmemacherin), Pouya Roufyan (Aktivist Cosmopolis Augsburg), Katherine Braun (Soziologin, Mitglied Kritnet, Autorin mOvementsjournal)
Moderation: Toto Ernst

Die G20 schreibt sich auf die Fahne „Verantwortung“ zu übernehmen. Demgegenüber stehen brutale Grenzregime, eine ausufernd repressive Migrationspolitik und eine selektive Logik, die die Menschen in ihrer Würde verletzt und nichts mit den sogenannten Menschenrechten zu tun hat. Wie verläuft die Trennlinie zwischen Flüchtenden und Migrant*innen? Welche Art Machtverhältnisse bestimmen über diese Grenzbereiche und welche Folgen hat das? Wie hängen wirtschaftliche Interessen und der Bedarf nach Arbeitskraft mit dem Verlauf von Flucht- und Migrationsbewegungen zusammen? Da Formen gesellschaftlichen Handelns entwickelt werden müssen, stellt sich die Frage, wie sich eben diese Machtverhältnisse sichtbarer machen ließen. Braucht es ein neues politisches Imaginäres, um für eine soziale Gerechtigkeit im Zeitalter der Globalisierung zu kämpfen? Über gegenwärtige Machtverhältnisse, in denen Flucht- und Migrationsbewegungen stattfinden, sprechen Tareq Alaows, Ariana Dongus, Pouya Roufyan und Katherine Braun.

Panel: Partnerschaft mit Afrika vertiefenSamstag, 14:30 Uhr

mit: Kim Sebastian Todzi (Universität Hamburg, Forschungsstelle: Hamburgs (post-) koloniales Erbe) und Israel Kaunatjike (Herero-Aktivist, Ovaherero-Ovambanderu-Stiftung, Bündnis „Völkermord verjährt nicht“)
Moderation: Tom Glaeser (Freier Journalist, Schwarzer Aktivist), Josephine Akinyosoye (Schwarze Aktivistin)

Um den Wirtschaftsstandort und das „Tor zur Welt“ zu stärken, schreckten die Hamburger Kaufleute vor nichts zurück. Im Gegenteil: sie hatten einen erheblichen Anteil an der gewaltvollen Kolonialisierung der Afrikas. Dort erschlossen sich ihnen neue Absatzmärkte, von dort importierten sie Rohstoffe nach Deutschland. Auch die hanseatischen Kaufleute wollten die Handelsbeziehungen zu ihrem Vorteil „verbessern“, nicht zuletzt mit militärischen Mitteln. Die deutsche Siedlungspolitik und eine schrittweise Entrechtung der dort lebenden Ovaherero und Nama führte zum ersten Völkermord des 20. Jh. Dies ist Teil der Geschichte der Globalisierung: Israel Kaunatjike und Kim Todzi reden über die Hintergründe und den Widerstand in den Kolonien und fragen, welche Auswirkungen die deutsche Kolonialpolitik heute hat – und wie die Bundesregierung damit umgeht.

Panel: Frauen stärkenSamstag, 16 Uhr

mit: Julia Dück (promoviert zu Krise der sozialen Reproduktion und Geschlechterverhältnissen), Katharina Hajek (Politikwissenschaftlerin) und Johanna Montanari (Autorin, The Irksome Institute)
Moderation: Eva Busch

Weg vom Einverdiener-Modell als Ergebnis von Feministischen Kämpfen? Danke für Nichts, Deutschland. Die Neoliberale Gesetzgebung setzte ein und um, als Emanzipation wird seither verstanden: Lohnarbeitszwang für Alle, Abwertung von Reproduktiver Arbeit und aus der Kleinfamilie ausgelagerte Care Work, die an Migrantinnen übertragen wird.

Panel: Chancen der Digitalisierung nutzenSamstag, 18:30 Uhr

mit: Tomasz Konicz (Autor und Journalist) und Matthias Anton (Geheimagentur)
Moderation: Clemens (There is no time)

www.geheimagentur.net

Was hat Digitalisierung mit Logistik und Logistik mit Weltwirtschaft zu tun? Dieses Dreigespann diskutieren Tomasz Konicz und Matthias Anton: was ist überhaupt die (globale) Fabrik von heute und was deren (globale) Arbeiterschaft? Hamburg ist Hafen und mächtig stolz drauf. Sollte sich dann nicht genau hier, am Drehkreuz der Logistik, Widerstand formen? Und: welchen anderen Ökonomien ebnet die Logistik das Feld? Wird nicht schon längst – zumindest unter Konsumenten – Wohlstand geteilt, wie es die “sharing economies” verheißen?

NEWS des FC/MCSamstag, 20:00 Uhr

Nachrichten aus dem alternativen Mediencentrum auf St. Pauli

https://fcmc.tv/

Panel: Umsetzung der Agenda 2030 voranbringenSamstag, 20:30 Uhr

mit: Agenda 2030 Chor

Spontan formiert sich der Agenda Chor und singt: Keine Armut! Keine Hungersnot! Gute Gesundheitsversorgung! Hochwertige Bildung! Wertlose Bildung! Gleichberechtigung der Geschlechter! Zartbesaitete Geschlechter! Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen! Erneuerbare Energie! Für jeden ein Stuhl und ein Tisch und ein Stück wachsenden Kuchen! Innovation und Infrastruktur! Reduzierte Ungleichheiten! Nachhaltige Städte und Gemeinden! Verantwortungsloser Konsum! Verantwortungsvoller Konsum! Maßnahmen zum Klimaschutz! Leben unter dem Wasser! Leben am Land! Frieden und Gerechtigkeit! Für jeden mindestens eine Partnerschaft, um die Ziele zu erreichen! Maßnahmen, um Partnerschaften, die die Ziele erreichen können, zu gewährleisten! Agenden, um die Maßnahmen zur Maßregelung der Massenpartnerschaften aufschreiben zu können! Agenten, die dem Maßnahmenmarsch Schritt halten können! Im Jahr 2030 endlich den Zielen ein Stück näher gerutscht gewesen sein! AGENDA 2030 WIR KOMMEN. ENDLICH UNTERWELT.

Zweiter Teil

mit: Knarf Rellöm, Ronnie Henseler / irreality.tv

Port of Call: Aus einer fernen postapokalyptischen Zukunft machen sich zwei musizierende Zeitreisende auf den Weg in das Hamburg von 2017 – das Jahr, in dem alle Aufzeichnungen enden. Was ist schief gelaufen? Und was hätte man dagegen tun können?

Panel: Ernährungssicherung verbessernSamstag, 22:00 Uhr

mit: Lucia Babina, Kulturaktivistin, Italien / David Barkin, Soziologe, Mexico City / Marco Clausen, Mitbegründer der Prinzessinengärten, Berlin / Stefanie Engelbrecht, Mitbegründerin Minitopia, Hamburg / Katharina Held, Stadtantropologin, Hamburg / Harald Lemke, Gastrosoph, Hamburg / Svenja Netto, Wurmliebhaberin, Berlin / Konstantinos Polychronopoulos, Aktivist, Athen / Marjetica Portc, Künstlerin / Xin Cheng und Chinook Schneider, Hamburg / Design for the Living World

Ernährung beschäftigt alle und immer. Der Klasse Design der Lebenswelten war es wichtig, die globalen Zusammenhänge zu betrachten, um die wirtschaftliche Interessenlage der Ernährungsindustrie zu diskutieren und deren gesellschaftspolitischen Konsequenzen zu pointieren. Darüber hinaus soll die Darstellung lokaler Initiativen einen Einblick in verschiedene Praxen geben.

Panel: Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche bekämpfen

mit: NSU Tribunal

nsu-tribunal.de

Tribunal SPOTS – Rassismus anklagen, NSU-Komplex auflösen! Tribunal: Die Idee eines Tribunals entwickelten Initiativen und Einzelpersonen, die mit den Betroffenen der Mord- und Anschlagserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) solidarisch verbunden sind. Das Tribunal ist ein Ort der gesellschaftlichen Anklage von Rassismus. Angeklagt werden die Akteur*innen des NSU-Komplex mitsamt ihrer institutionellen Einbettung. Beklagt werden die Opfer rassistischer Gewalt und das entstandene Leid. Die Berichte der Betroffenen und Angehörigen stehen im Mittelpunkt. Ihre Geschichte gilt es zu hören und zu verstehen. Eingeklagt wird das Prinzip einer offenen, durch Migration entstandenen Gesellschaft der Vielen. SPOTS: Die Spots thematisieren blinde Flecke in der Aufarbeitung des NSU-Komplexes. Sie werfen Schlaglichter auf die rassistischen Verhältnisse, die rechte Netzwerke und deren Taten erst möglich machen. Die Spots intervenieren und mobilisieren. Sie setzen Ästhetik als politisches Handeln gegen die dominante täterfixierte Bildpolitik und die medialen Überschreibungen rund um den NSU-Komplex ein.

Redaktion

Für ihnaltliche Fragen, Kontakt zur Redaktion, hilfreiche Hinweise oder böse Unterstellungen redaktion@thereisnotime.net

Ausstrahlungsorte

Hilfe, Erklärung, Anleitung zum selber Zeigen, Ansprechpartner für Empfangsstationen orte@thereisnotime.net

Technik

Fragen zur technischen Umsetzung tech@thereisnotime.net

Web und Gestaltung

Werbe- und Propagandamaterialien, Fragen zur Website, Lob und Tadel propaganda@thereisnotime.net

Dramaturgie

Fragen zum Sendeort, Protgramm vor Ort dramaturgie@thereisnotime.net

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